"Glück" ist ein Überbegriff für die unterschiedlichsten Konzepte. Eines ist allen gemeinsam: Sie sind wünschenswerte Zustände. So ist für Aristoteles Glück das letzte Ziel menschlichen Handelns in dem Sinne, dass es als einziges Ziel um seiner selbst Willen angestrebt wird. Sigmund Freud meint „Die Absicht, dass der Mensch glücklich sei, ist im Plan der Schöpfung nicht enthalten.“ Während Aristoteles auf ein Konzept der Lebenszufriedenheit durch Wachstum und Entwicklung abzielt, meint der Vater der Psychoanalyse mit Glück kurzfristige positive Emotionen, also „Glücksmomente“. In der Ansicht von factor happiness - unserem Partner - setzt sich Glück aus vier unterschiedlichen Komponenten zusammen, die sich an altgriechisch-philosophischen Ansichten orientieren. Nämlich der Hedonie des Aristippos von Kyrene, die - aber erst von Epikur ausformuliert - sich von der reinen Bedürfnisbefriedigung zu einer Ausgewogenheit des Lebens hin entwickelt -  und der Aristotelischen Eudaimonia im Sinne eines geglückten Lebens.

Moderne Glückforscher, vor allem Barbara Frederickson, Professorin für Psychologie an der University of North Carolina at Chapel Hill, mit ihrer „Broaden-and-Build-Theorie“, haben gezeigt, dass diese unterschiedlichen Zugänge zu wünschenswerten Zuständen aber durchaus zusammenhängen. Mehr positive Gefühle begründen eine höhere Lebenszufriedenheit. Sinnverwirklichung ist ein Mittel um solche positiven Emotionen, auch unter denkbar schlechten Umweltbedingungen,  zu ermöglichen - denken wir nur an den österreichischen Psychiater Viktor Frankl.
B. Fredrickson weist auch nach, dass positive Emotionen einen nachhaltigen Einfluss auf unser Denken und Erleben haben. Glück fühlt sich nicht nur gut an. Es verändert maßgeblich unser Denken und Handeln. Glückliche Menschen leben länger, sind gesünder, lernen leichter und arbeiten mit Anderen besser zusammen. Auf diesen Seiten finden Sie auch einige wissenschaftliche Belege für diese Aussagen. Die Fähigkeit glücksfördernde Aktivitäten und Haltungen zu entwickeln ist also einerseits Primärmotivation, andererseits bildet sie auch die Basis für einen verbesserten Zugang zum Erwerb von anderen Kompetenzen. Deshalb verstehen wir Glück (bzw. wie schon gesagt, Fähigkeit glücksfördernde Aktivitäten und Haltungen zu entwickeln) als Metakompetenz. Als Grundlage für den Erwerb von weiteren Kompetenzen. In der Literatur wird oft die Fähigkeit zur Selbstorganisation als „Metakompetenz“ beschrieben. Unser Ansatz ist hier durchaus kompatibel, doch gliedern wir diese noch weiter auf und betrachten unser Modell zwar durchwegs als hilfreich, jedoch als keineswegs als abgeschlossen.

Mit unserem Metakompetenz-Modell haben wir eine theoretische Grundlage erarbeitet, auf deren Basis wir Glück lehr- und lernbar machen. Dabei geht es uns nicht nur um das Auslösen von positiven Emotionen und um "Bespaßung", sondern auch um Förderung von positiver zwischenmenschlicher Interaktion, verantwortungsvollem Handeln, Konfliktfähigkeit und vielem mehr. All das, so glauben wir, sind glücksfördernde Fähigkeiten.