Lange bevor die Naturwissenschaften das Glück als Forschungsgegenstand entdeckt haben, war es für mehrere tausend Jahre Gegenstand der Betrachtung von Philosophen. In bemerkenswerter Weise haben die Geisteswissenschaftler und Literaten die Erkenntnisse der modernen Naturwissenschaft vorweggenommen:

Voltaire: Da es sehr förderlich für die Gesundheit ist, habe ich beschlossen, glücklich zu sein.

Aristoteles: "Glück ist das letzte Ziel menschlichen Handelns"

Tolstoi: "Willst du glücklich sein im Leben, dann sei es!"

Charles-Louis de Montesquieu: "Man will nicht nur glücklich sein, sondern glücklicher als die anderen. Und das ist deshalb so schwer, weil wir die anderen für glücklicher halten, als sie sind."

Wilhelm Busch: "Glück entsteht oft durch Aufmerksamkeit in kleinen Dingen, Unglück oft durch Vernachlässigung kleiner Dinge."

Seit mehr als 10 Jahren interessiert sich auch die Naturwissenschaft für das Thema Glück. Besonderen Einfluss hat hier die Neuausrichtung der Psychologie in der Präsidentschaft der APA von Dr. Martin Seligman. Seine Positive Psychologie ist es, die dafür eintritt, dass die Defizitorientierung der Psychologie, Psychiatrie und Medizin aufgeweicht wird und um das Stärken von Stärken, die Arbeit an Tugend und die Orientierung an Ressourcen erweitert wird. Ein paar der Ergebnisse finden sich hier.