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Glück ist ein Überbegriff für wünschenswerte Zustände. Es hat affektive (gefühlsmäßige) und kognitive Anteile. Einerseits sind es kurzfristige positive Gefühle, die bei einer entsprechenden Frequenz und Bewertung zu einer "Lebenszufriedenheit" führen. Diese Zusammenhänge erforscht die wissenschaftliche Glücksforschung schon seit vielen jahren proffessionsübergreifend. Glück kann aus der Sicht der Medizin, Neurobiologie, Psychologie, Philosophie, Soziologie und vielen anderen Wissenschaftsgebieten betrachtet werden und deren Erkenntnisse helfen sowohl Ursachen als auch Auswirkungen von diesen erfreulichen Zuständen zu verstehen.

Es liegen umfangreiche Belege dafür vor, dass Menschen Glück zu einem gewissen Teil lernen und lehren können und die Konsequenzen dramatisch sind. Studien belegen, dass glückliche Menschen länger leben, gesünder sind, bessere und erfreulichere Sozialkontakte pflegen, dementsprechend besser in Teams arbeiten, kreativer sind und - insbesondere in Schulen relevant - leichter und schneller lernen. Wir haben hier einige dieser Studien zusammengetragen um diese Behauptungen wissenschaftlich zu belegen. Wir gehen hier von recht gesichertem Wissen aus. Wünschen wir uns nicht genau das für unsere Kinder, SchülerInnen, ja auch für uns selbst?

Glück macht Schule sensibilisiert Menschen im Bildungsbereich für die Idee, dass Glück eine Metakompetenz ist, die dazu beträgt sich andere Fähigkeiten leichter, schneller und freudiger anzueignen. Wie der bekannte deutsche Neurobiologe Manfred Spitzer pointiert sagt: "Unser Glückszentrum im Gehirn ist in Wahrheit unser Lernturbo!"

Tragisch ist nur, dass ebenfalls nachgewiesen ist, dass Menschen kognitiven Verzerrungen unterliegen und systematisch bei der Einschätzung irren, was sie wirklich glücklich macht. Geben Sie es zu, auch wenn es belegt ist, dass statistisch gesehen ein Lottogewinn nicht glücklicher macht, denke Sie doch, dass das für Sie sicher nicht zutrifft, oder?